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Abgeschlagen - unsere Sportler
04/01/2019

Letzte Chance für ÖFB: Burschi Leitner wird Konditionstrainer in Israel

Der Betreuerstab der israelischen Fußballnationalmannschaft ist nun zur Gänze mit Österreichern besetzt. Die Hintergründe.

Nach dem schlechten Quali-Auftakt des österreichischen Nationalteams, bei dem man unter anderem gegen Israel debakulös scheiterte, gibt es Neues von unserem starken Gruppengegner. Burschi Leitner, der legendäre Ex-Profifußballer vom FC Kaisermühlenblues, wird neuer Konditionstrainer der israelischen Nationalmannschaft. 

"Die Motivation, ihn zu holen, war, dass zu einer professionellen Vorbereitung einer Mannschaft auch das geeignete Lachmuskeltraining gehört", sagte Israels Sportdirektor Willibald Ruttensteiner auf Nachfrage der Sportredaktion von KURIER mit Schlag.

"Tägliche Zwerchfellmassagen werden durch Burschis unverwechselbaren Wiener Schmäh auf der Tagesordnung stehen", sagte Ruttensteiner. Bereits bei den kommenden EM-Qualifikationsspielen werde zudem Leitners berühmte Hopfen-Tabak-Therapie vor und während des Spiels zum Einsatz kommen.

Von Herzog bis Russwurm

Leitner ist neben Ruttensteiner, Teamchef Andreas Herzog, Tormanntrainer Klaus Lindenberger, Mentalcoach Markus Rogan, Teamärztin Vera Russwurm, Physiotherapeut Klaus Eberhartinger, den Teamköchen Andi und Alex, den Zeugwarten Burschi & Bertl Bohnstingl und einigen anderen Neuverpflichtungen der bereits 28. Österreicher im Betreuerstab von Israels Nationalmannschaft.

"Keine üblen Tricks"

Spekulationen, der ÖFB könnte mit den personellen Änderungen versuchen, das israelische Team gezielt zu unterwandern und so den Qualifikationsgegner doch noch entscheidend zu schwächen, werden von Ruttensteiner schärfstens zurückgewiesen. Österreich habe spätestens im Jahr 2008 durch das Ausrichten einer Fußball-EM gezeigt, dass man sich aus eigener Kraft für ein solches Turnier qualifizieren könne. 2016 habe man es sogar aus eigenem Spiel nach Frankreich geschafft, das unrühmliche Ausscheiden sei dann eben die übliche Verschwörung gegen Österreich gewesen.

"Solche üblen Tricks brauchen wir hier in Österreich nicht", sagte Ruttensteiner, der von anwesenden Journalisten darauf hingewiesen werden musste, dass er sich gerade in Tel Aviv befinde und nicht etwa in der Meiereistraße 7, Ernst-Happel-Stadion.

Rogan und das Mentale

In Israel selbst mehren sich allerdings Zweifel an der Eignung einzelner Mitglieder des Ösi-Betreuerstabs. So griffen israelische Journalisten nach Markus Rogans Bestellung als Mentaltrainer Medienberichte aus dem Jahr 2012 auf, die nun auch in ganz Israel für Kopfschütteln sorgen. Bei "Frühstück bei mir" auf Ö3 hatte Rogan damals folgenden umstrittenen Sager getätigt: "Es gibt einen guten Grund, warum die richtig guten Sportler nicht viel im Kopf haben, weil da ist der Kopf nicht im Weg."

Rogan fragte sich damals bekanntlich, warum Armin Assinger, "der relativ schlau ist", nur vier Weltcup-Rennen gewonnen hat und Hermann Maier mehr als 50.

Neuestes Transfergerücht: Assinger ist als neuer Pressesprecher des israelischen Fußballverbands im Gespräch.