© APA(3), KURIER/Mangione (4), KURIER-Montage

Abgeschlagen - unsere Sportler
11/14/2019

"OK Puma": Schwarz-türkises Trikot war für Kurz gedacht

ÖVP-Chef bestellte sich für "Auswärtsspiele" gegen Grün eigene Kreation. Aufatmen beim ÖFB, der Trikots versehentlich erhielt.

von Peter Temel, Christine Karner

Große Aufregung herrscht in Fußball-Österreich seit der Präsentation des neuen Auswärtstrikots des Nationalteams in Schwarz-Türkis. Der sichtlich überraschte ÖFB-Boss Leo Windtner rang sich bei der Präsentation der Dressen gerade noch dazu durch, "Dynamik, Power und Leichtigkeit" der Kreation zu loben. Danach begab man sich aber gleich auf die Suche nach den Verantwortlichen für die Farbverirrung.

In sozialen Medien fand derweil das seltsame Spott-Meme "OK Puma" regen Zuspruch.

Bei einem gemeinsamen Pressetermin mit Werner Kogler klärte ÖVP-Chef Sebastian Kurz dann alles auf. "Ich selbst habe beim Ausstatter einen Satz dieser außergewöhnlichen Trikots bestellt", sagte Kurz. Offenbar seien diese dann versehentlich dem ÖFB und nicht der ÖVP zugestellt worden. 

Kein Heimspiel

"In den nächsten Wochen und Monaten stehen uns als Volkspartei harte Auswärtsspiele mit einer Mitte-Links-Partei bevor", sagte Kurz, "weil es dank der FPÖ leider kein Heimspiel gibt!" Für diese "ergebnisoffenen" Verhandlungen brauche es daher spezielle ÖVP-Auswärtstrikots. "Tradition trifft Moderne", beschrieb Kurz das schwarz-türkise Farbkonzept.

Kogler ein "Schwarzer"

Kogler nahm es sportlich. In einem einstündigen Redebeitrag erinnerte er daran, dass es bei den Verhandlungen doch eigentlich um Schwarz-Grün gehe. "Was den Fußball betrifft, bin ich zwar ein Schwoarzer und kein Grüner", sagte Kogler, "trotzdem hab ich mein Sturm-Graz-Heimtrikot jetzt entsprechend eingefärbt. Solche Verhandlungen verlangen halt ihre Opfer.“

Nachsatz Koglers: "Wie ist die Champions League ausgegangen? Waaß des do scho wieder kaana … aha, spielfrei diese Woche? Na guat, dann fragt’s halt noch was zum Casinos-U-Ausschuss, wenn's unbedingt sein muss …"