Irrtum Nr. 6: "Katzen kann man nicht erziehen". Zugegeben, ganz einfach ist es nicht, wer seinem Stubentiger aber Geduld und Einfühlungsvermögen entgegen bringt, kann ihm einiges beibringen. Die meisten Katzen reagieren gut auf positive Bestärkung wie Lob und Leckerli.

© APA/BARBARA GINDL

Guitars Schlager
04/04/2019

Deshalb haben Katzen kein Facebook: Es ist ihnen wurscht.

Katzen können Sprache verstehen, sagen japanische Forscher. Vermutlich können sie viel mehr, wir ahnen nur nichts davon.

von Guido Tartarotti

Was haben wir eigentlich gemacht, bevor es Facebook gab? Sind wir mit einem Schnitzel in der rechten und unserer Katze in der linken Hand von einem Freund zum nächsten gefahren und haben gefragt: Gefällt euch das?

Weil wir gerade von Katzen sprechen: Japanische Forscher haben in einem Experiment festgestellt, dass manche Katzen ihren Namen aus anderen Wörtern heraushören und darauf reagieren, auch, wenn alle Wörter völlig gleich betont wurden. (Das Problem dabei: reagiert die Katze nicht, weiß niemand, ob sie ihren Namen nicht erkennt oder nur einfach keine Lust hat.)

Das würde bedeuten: Katzen verstehen Sprache. Die japanischen Forscher meinen jetzt, man könnte Katzen entsprechend trainieren und ihr Potenzial für den menschlichen Alltag nutzen (damit beweisen die Forscher, dass sie keine Ahnung von Katzen haben).

Möglicherweise können Katzen ja viel mehr, als wir ahnen. Sprechen, Autofahren, Apple-Software reparieren. Sie geben nur nicht ständig damit an. Würden Katzen ihr eigenes Facebook anlegen, wenn sie könnten, mit Fotos ihrer Menschen und von toten Mäusen? Eher nicht. Es wäre Ihnen vermutlich wurscht, ob das jemandem gefällt.