Pammesberger
04/15/2019

Ostereierfarben-Konsumententests: Ei, Ei, durchgefallen!

Die Stiftung Konsumententest prüfte vor dem Osterfest wieder alle handelsüblichen Osteierfarben-Vergleichstests.

Gerade zu Ostern entsteht bei den Konsumenten eine erhöhte Nachfrage nach Tests für Farben zum Selberfärben der Ostereier. Am Markt angeboten wird eine Vielzahl von Produkten. Die Stiftung Konsumententest prüfte daher wieder alle handelsüblichen Farben-Vergleichstests, sowohl auf Qualität, als auch auf deren Auswirkungen auf die Gesundheit. Eine Entwarnung vorweg: Keiner der am Markt befindlichen Testberichte erwies sich als direkt gesundheitsschädlich oder gar giftig. Dennoch gilt es einiges zu beachten, ein Vergleich der Prüfberichte vor dem Eierfärben scheint jedenfalls sinnvoll.

Die schlechte Nachricht: Durchwegs alle der getesteten Tests wiesen sowohl stilistische Mängel, als auch Schlampereien beim Inhalt selbst auf: Einige enthielten sogar offensichtliche Fehler (z.B.: 2orangene Eier", die Verwendung falscher Komparative wie "dünkler" oder gar "blauer").

8 Tonnen Ostereier

Inhaltlich muss gerügt werden, dass oft Grenzwerte angeführt werden, aber Mengenangaben zu deren Erreichen fehlen: Man muss 8 Tonnen Ostereier essen, um in die Nähe dieser Werte zu gelangen, eine Menge, die uns Test-Testern unrealistisch erscheint. Vor allem an nur einem Wochenende. Gerügt wurde auch die - zwar gesetzlich erlaubte, aber bedenkliche - Verwendung von zwangsoriginellen Analogien im Titel der Tests ("Blasses Ergebnis bei Eierfarben" oder "Bekleckert: Eierfarben im Test" etc.)

Als mit nur "ungeeignet" wurde der Bericht "Bio-Eier-Farben im Vergleich" bewertet: Es wurden Farben aus Naturprodukten wie Rote Rüben, Schalen von Zwiebeln, Birnen oder Äpfeln getestet. Hier werden in unzulässiger Weise Äpfel mit Birnen verglichen.