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Schlag-Reime
04/23/2019

Rattengedicht "ein Einzelfall zu viel": FPÖ geht in den Untergrund

Vizekanzler Strache überraschte am späten Nachmittag nicht nur "KURIER mit Schlag": Er reagierte auf die Braunauer Lyrik mit einem eigenen Rattengedicht.

Aufgrund der Aufregung um das allseits kritisierte "Rattengedicht" eines Braunauer FPÖ-Politikers setzte Vizekanzler Heinz-Christian Strache nach seiner Pressekonferenz von heute noch kurzfristig einen zusätzlichen Pressetermin an. Für alle überraschend, sprach der völlig entgeistert wirkende FPÖ-Chef dabei in Versform und ließ sich danach von einem Wagen der Dritte-Mann-Tour abholen.

KURIER mit Schlag hat den Text als erstes Medium aus den Presseunterlagen herauskopiert. Lesen Sie hier Straches dramatische Verse:

"Herzlich willkommen zu diesem Pressetermin aus aktuellem Anlass, gestatten Sie mir bitte folgende HC-Reime:

In Braunau, wo ein Haus noch steht,
das sich die Republik einnäht,
gab’s nun Wirbel ganz fatal
Die Guten nennen’s Einzelfall

Ratten, dichtete wer eben,
wollen nun mal unten leben
Und als Titel schrieb der Hund:
Stadtratz‘ mit Kanalhintergrund

Hö, wie distanzier‘n sie sich,
Stelzer, Kanzler - und auch ich
Doch ich änd’re jetzt den Stil
das ist ein Einzelfall zu viel

Uns‘re Historikerkommission
gibt's 436 Tage schon
Das Ergebnis war bald da,
nur sagen wollten wir’s nicht, klar!

Doch ist der Zeitpunkt nun gekommen
wo ich, von Braunau noch benommen,
hier steh‘ und gebe kund:
Wir gehen in den Untergrund!

Dort muss sich niemand distanzieren,
Worte der Vernunft verlieren
Die Amtsgeschäfte führ‘ ich weiter
mit Ratz‘n dann als Mitarbeiter

Die sind doch niedlich und geschäftig,
zu Unrecht kritisiert so heftig
Ich steig‘ jetzt aus aus dieser Hatz,
hier oben wedelt Schwanz mit Ratz‘.“