© Gilbert Novy, Franz Gruber, iStock (2), KURIER-Fotomontage

Schlag-Zeilen
10/15/2019

Aktion "Mit scharf": Neue Härte der Wiener Linien sorgt für Irritation

Die erweiterten Befugnisse der Securitys erzeugen in den Wiener U-Bahnen ein Klima der Angst. Aber nicht bei allen.

"Ja dürfen's denn das?" fragte sich so mancher Öffi-Nutzer dieser Tage in Wien. Ja, Security-Mitarbeiter der Wiener Linien dürfen ab sofort auch Festnahmen durchführen und dabei "besondere Handgriffe" anwenden. Am Wochenende kam es bereits zu einer ersten Aktion "mit scharf" in der U6. 

Dabei wurde vor allem das Essverbot mit größter Härte durchgesetzt. 26 Mal kam der Taser zum Einsatz, 54 Mal ein doppelter Nelson und 13 Mal wurden sogar Warnschüsse abgegeben.

Die Aktionen würden für mehr Sicherheit sorgen, sagt der Pressesprecher der Wiener Linien, Ulf Kurzzug-Ende. Immerhin habe man bereits mehr als 289 "Scharftaten" verhindern können. "Unsere Awareness-Kampagne mit 'Pizza Kriminale' und 'Nudelfall ungelöst' hatte leider nicht die erwünschte Wirkung. Kriminell riechende und fetttriefende Speisen gefährden weiterhin die Sicherheit in den Garnituren."

Indes jubelt die Schwarzfahrerlobby. Deren Sprecher, Balthasar Black-Bombardier, sagt: "Die Kebabjäger würdigen uns keines Blickes. Wir registrieren daher einen deutlichen Rückgang beim Krankheitsbild der gemeinen Schwarzkappler-Phobie."