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Schlag-Zeilen
11/29/2019

Kickl rettet Polizeipferde vor "Lehrlingsabschiebung"

Nach Auflösung der Reiterstaffel müssen Gulyás und Levárkáz zurück nach Ungarn. Erboster Ex-Innenminister entführte die beiden Orbán-Pferde.

von Peter Temel, Christine Karner

"Es kann nicht sein, dass gut integrierte Pferde, die mitten in ihrer Ausbildung stehen, einfach so mir nix dir nix zurückgeschickt werden!" Das sagte Ex-Innenminister Herbert Kickl heute in einer Videobotschaft an einem geheimgehaltenen Ort. 

Nachdem sein Projekt einer berittenen Polizei von der Übergangsregierung gestoppt worden war, hatte sich der FPÖ-Klubchef dazu entschieden, die beiden ungarischen Ausbildungspferde Gulyás und Levárkáz aus dem Polizeigestüt zu entführen. Sie sollten demnächst nach Ungarn zurückgestellt werden.

Kickl wurde in den frühen Morgenstunden auf der Wiener Ringstraße gesichtet, wo er als Geisterreiter unterwegs war. Die stolzen Pferde wolle er nun selbst weiter aufziehen und ausbilden. "Denn Tierschutz ist Heimatschutz", sagt Kickl.

Auch der anderen Tiere, die möglicherweise für den Gnadenhof Gut Aiderbichl vorgesehen sind, will sich Pferdefreund Kickl annehmen. "Wenn man sich die jährlichen Adventshows von dort ansieht, dann weiß ich nicht, ob das der richtige Ort für meine Lieblinge ist", sagt er.

Kickl will allen Pferden nun die FPÖ-Mitgliedschaft anbieten. Weil: "Die geben wenigstens a Ruh', arbeiten brav und sind ned auf Facebook."