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Schlag-Zeilen
04/17/2019

Benko kauft größte Satire-Plattform: "Er schätzt diesen Humor"

Verhandlungen liefen schon länger. Gelungener Witz über Notre-Dame gab schließlich den Ausschlag.

von Peter Temel

Immobilien-Tycoon René Benko, der in den vergangenen Monaten mit seinen Medienbeteiligungen für Aufsehen sorgte, will nun auch groß ins Satire-Geschäft einsteigen.

Wie das "Mall Street Journal" berichtet, plant Benko die Übernahme des absoluten Marktführers im Pointen-Business. Verhandlungen seien schon länger gelaufen, der jüngste Witz der Plattform über den verheerenden Brand von Notre-Dame habe dann aber den Ausschlag gegeben, sagte ein Sprecher Benkos der Megaeinkaufszentrumszeitung.

Satire-Großmacht

"Er schätzt diese Art von Humor", erklärte der Sprecher, und bezog sich dabei auf folgenden Gag-Eintrag des Chefschreibers der Satire-Großmacht:

"Vielleicht können fliegende Wassertanker eingesetzt werden, um zu löschen. Müssen schnell agieren."

"Eine Immobilien-Legende wie Donald Trump weiß natürlich, dass das absoluter Blödsinn ist und unter der Wasserlast das gesamte Gewölbe eingestürzt wäre", sagte der Sprecher. "Aber Trump weiß auch um die satirische Macht seines Mediums. Hätte er eine realistische Expertise abgegeben, hätte ihm kein Mensch in Paris geglaubt. So aber konnte die weltberühmte Kathedrale gerettet werden."

Der Deal

59,7 Millionen Leser hat der Twitter-Account @realDonaldTrump derzeit. Details zum Deal wurden nicht bekannt. Nur soviel: Einfluss auf Inhalte wird Benko nicht nehmen, erklärt der Sprecher, "an der satirischen Qualität der Texte soll sich nichts aber auch gar nichts ändern."