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Schlag-Zeilen
02/06/2020

Corona-Ausfälle: Hallstätter Gastronomen nach China ausgeflogen

Das Bundesheer musste eine weitere Rettungsmission fliegen, diesmal in die andere Richtung.

von Peter Temel, Christine Karner

Hallstatt, 2019: "Hilfe, ganz China überrollt uns!"

Hallstatt, 2020: "Hilfe, ganz China kommt nicht!"

Da Chinesen aufgrund des grassierenden Coronavirus derzeit strikten Reisebeschränkungen unterworfen sind, wird heuer in Hallstatt ein Ausbleiben der Tourismuswelle befürchtet. Dieser Not gehorchend, wollen die Hallstätter Gastronomen in dieser Saison ihre Schnitzel und Schlutzkrapfen im chinesischen Hallstatt-Nachbau anbieten.

Eine Bundesheer-Maschine flog heute im Morgengrauen nach China, um Wirte, Kellner und Reiseführer aus Hallstatt im Salzkammergut nach Hallstatt in der chinesischen Provinz Guangdong zu bringen.

Die Speisekarten auf Mandarin hat man einfach mitgenommen. Die Schädel und Knochen aus dem berühmten Beinhaus mussten aber aus Weltkulturerbegründen zu Hause gelassen werden. Auch die zwei bis drei urigen, grantigen Kritiker des Massentourismus durften die Reise nicht antreten, um das kulturelle Erbe im Salzkammergut nicht zu gefährden.

Für typisch österreichischen Grant dürfte aber auch in China gesorgt sein: Die Kellner mokieren sich bereits darüber, dass sie ihren Gästen zuerst die Temperatur messen müssen, bevor sie den Apfelstrudel servieren können.

Auch am Flughafen kam es zu Komplikationen. Die Gastronomen mussten zunächst einmal nachweisen, kein Wirt für Viren zu sein.

Bemitleidenswertes St. Corona

Noch schlimmer als Hallstatt dürfte es dieses Jahr übrigens den fast vergessenen Skiort St. Corona am Wechsel (NÖ) treffen. Die diesjährigen drei ausländischen Gäste haben aus Sicherheitsgründen ihre Aufenthalte storniert.