© REUTERS/GiLBERT NOVY/APA - Montage: KURIER

Schlag-Zeilen
04/05/2019

"Diese Drohne wird alles ändern": Hofer landet endlich in Hofburg

Verkehrsminister Norbert Hofer hat am Donnerstag wieder einmal alle überrascht. Schneller als gedacht, absolvierte er die erste bemannte Balkonlandung.

Zahlreiche Journalisten standen diesen Donnerstag enttäuscht auf dem Rasen des Horr-Stadions. Nicht etwa, weil die Austria schon wieder verloren hätte, sondern, weil sie nicht in einem supermodernen Flugtaxi abheben durften, das dort zum Testen bereit stand. 0,0001 Prozent Risiko seien viel zu viel für ein solch entscheidendes Promo-Event, sagten die Verantwortlichen des Herstellers ob der schneidigen Windverhältnisse in Wien-Favoriten.

Verkehrsminister Norbert Hofer war ebenfalls zugegen. "Diese Drohne wird alles ändern", zeigte er sich überzeugt, dass man das Fliegen mit der autonomen Zukunftstechnik schon bald auch in Österreich ermöglichen könne. Gefragt nach einer Einschätzung, wann es soweit sein könnte, meinte der von allfälligen Wahlwiederholungen offenbar unbeeindruckte Hofer: Schon sehr bald, "noch bevor ich in die Hofburg wechsle."

Was alles möglich ist

Auch dieser typische Hofer-Scherz konnte die Stimmung unter den Journalisten nicht mehr aufhellen, frustriert zog die Presse unverrichteter Dinge ab. Nur KURIER mit Schlag war noch exklusiv dabei, als der Ex-Bundespräsidentschaftskandidat dann überraschend schnell demonstrierte, was alles möglich ist.

"0,0001 Prozent Risiko schrecken einen wie mich nicht ab, ich würde mich zu einem Testflug überreden lassen", sagte Hofer. Ein echter Gamechanger!

Die Drohnen-Ingenieure fanden das zunächst gar nicht lustig, die Aussicht auf den Promo-Wert eines überraschenden Testflugs des Ministers veranlasste die Drohnisten schließlich aber, zähneknirschend zuzustimmen. Noch einmal wurde das superteure Fluggerät enthüllt.

Hofer hob vollkommen autonom ab, Flugtaxi "Alexa" drehte bei und setzte sich in Richtung Innenstadt in Bewegung. Nach einem kurzen befohlenen Schwenkflug knapp über die Köpfe der erbosten Donnerstagsdemonstranten am Wiener Graben hinweg sagte der gelernte und begeisterte Pilot schließlich: "Alexa, nimm Kurs auf die Wiener Hofburg, Hel - den - platz!"

Die Balkonlandung

Wenige Sekunden später landete Hofer im Senkrechtflug direkt auf dem historischen Balkon des imperialen Bauwerks. Er entstieg betont lässig der Drohne, trat an die Brüstung und sagte, mit gewohnt schmissigem Humor: "Nanu, überhaupt keine Leute da. Na gut, war ja nur ein Testflug für den großen Auftritt."

Zwei Cobra-Polizisten, die die Szene vom Dach aus verfolgt hatten, sagten später, befragt von KURIER mit Schlag: "Das ist überhaupt nichts Ungewöhnliches für uns. Beim letzten Mal hat es der Herr Bundesminister mit einem Heißluftballon versucht."

Diese #KURIERmitSchlag-Story enthält zum Teil originale Zitat-Platzierungen.