© Mangione, APA, iStock,KURIER-Montage

Schlag-Zeilen
01/22/2020

Ein aufgelegter Nehammer im Burgenland

Aus den Regionen: Innenminister war vor kurzem noch Verwalter der "Message Control". Jetzt kam er zu Sporttermin mit SPÖ-Landeshauptmann.

von Peter Temel, Christine Karner

Dienstagvormittag in Mattersburg: Innenminister Karl Nehammer schreitet forsch in den Strafraum, legt einen türkisen Fußball auf den Elfmeterpunkt. Er wiederholt für die anwesenden Journalisten seine Worte vom Interview bei Armin Wolf, wonach ein erstes grenznahes Asylzentrum geplant sei.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil prüft den Ball kurz, erinnert sich an das Trainingslager Eberau im Jahr 2009, tritt drei Meter zurück. Dann ein paar Trippelschritte, ein routinierter Schuss mit dem Vollrist und der Ball zappelt im Netz. Kein Tormann ist anwesend, um das runde Leder aufhalten.

Lässig nähert sich Doskozil den Journalisten, schüttelt Nehammer die Hand und sagt in die Mikrofone etwas von "Blödsinn" und: "Wird's im Burgenland nicht spielen".

Nehammer, der noch einen zweiten Ball parat hält, macht einen Scherz: "Sollen wir als Neue Volkspartei noch das Ende des Grenzeinsatzes andeuten?"

Doskozil lacht, wischt sich ein paar Schweißtropfen von der Stirn und sagt: "Woll ma's nicht übertreiben. Eine Absolute brauch ich nicht bei der Wahl, sonst wird man in der Löwelstraße gar zu nervös."

Nehammer grinst und sagt: "So, genug gelacht, ich muss weiter. Zu Mittag hab‘ ich einen weiteren Sporttermin, beim 1. Wiener Ruderklub 'Rückwärts' in der Alten Donau.“

"Erklären Sie beim Ruderklub auch, wie das jetzt wirklich gemeint ist mit den Asylzentren?" ruft ihm ein Journalist noch nach.

"Nein", sagt Nehammer, "dafür haben wir einen Koalitionspartner. Das macht heute Abend die Kollegin Maurer in der ZiB2."

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.