Historische Verfilmung? "Das Leben des Brian" (am Ostermontag auf RTL II)

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04/19/2019

Karfreitag: "Brian" nimmt sich persönlichen Feiertag

Der zur Messias-Witzfigur verkommene Mann möchte wenigstens ein Mal im Jahr seine Ruhe finden.

"Endlich hab' ich an Karfreitag einmal meine persönliche Ruhe", sagt Brian (2019), der seit 658 Jahren im Vorarlberger Kleinwalsertal lebt.

Das Leben des Brian war nicht immer einfach. Im Jahr seiner Geburt wurde auch ein Mann namens Jesus geboren, der in Judäa den gesamten Erlöser-Fame einstreifte. Er selbst, der tatsächlich jeden Tag auf dem Toten Meer spazieren ging, erregte hingegen kaum Aufsehen. Bis die Christen auf ihn aufmerksam wurden.

Nach Jahrhunderten der Brian-Verfolgungen konnte sich der Mann, der biologisch nie älter als 33 Jahre alt wurde, schließlich im verwinkelten Kleinwalsertal eine neue Existenz als Schreiner aufbauen. Im Jahr 1809 engagierte er sich in der Volksfront des Tirolers Andreas Hofer und überlebte sogar ein paar Gewehrsalven in Mantua. Ansonsten führte er ein geruhsames Leben.

"Schwanzus longus"

Als 1979 ein Historienfilm von Monty Python erschien, in dem der verkannte Messias zum Märtyrer wider Willen verklärt wurde, ist plötzlich ein ungeahnter Rummel um Brian ausgebrochen. "Obwohl die historische Wahrheit in dem Film komplett verdreht wird, pilgern diese sogenannten Atheisten zu mir und stehen jeden Tag laut lachend vor meiner Haustür", sagt Brian.

"Wissen Sie, wie oft ich mir das täglich anhören muss? 'Schwanzus longus' oder: 'Chleudert den Purchen zu Poden!'" Am Karfreitag sei es immer besonders schlimm, wenn der Film sogar in vielen Kinos gezeigt wird. "Dann besprühen sie mein Haus an allen verfügbaren Stellen mit 'Romani ite domum' und freuen sich dabei auch noch diebisch", berichtet Brian.

Erlösung erhofft sich Brian nun durch den persönlichen Feiertag: "Ich danke der Regierung dafür, dass ich jetzt wenigstens am Karfreitag in mich gehen kann. Ein halber Feiertag wäre dafür zu wenig gewesen. Ich werde nun heute eine Wanderung über den Bodensee machen und mir überlegen, wie ich endlich die Auffahrt in diesen Himmel finden kann."