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Schlag-Zeilen
02/05/2020

Maltesischer, linkshändiger, episkopaler, schwuler Millennial, Kriegsveteran (und Mr. Bean-Double): Demokraten-Wahlcomputer haute es Vogel heraus

Eine neuartige Voting-App der Demokraten gab bei der Vorwahl in Iowa ihren Geist auf. Offenbar hat das gute Abschneiden von Pete Buttigieg etwas damit zu tun.

von Peter Temel

Die Amerikaner hätten nun die einzigartige Gelegenheit, einen "maltesischen, linkshändigen, episkopalen und schwulen Millennial und Kriegsveteran" zu ihrem Präsidenten zu wählen, sagte Pete Buttigieg (38) über sich selbst.

Die Mehrheit der Demokraten von Iowa konnte sich das offenbar gut vorstellen. Die neue High-Tech-App, die bei der ersten US-Vorwahl zum Einsatz kam, offenbar nicht. Die Software stürzte ab und zeigte "UNKNOWN ERROR" und "RESULT NOT PLAUSIBLE".

Die Blamage war perfekt. "Ich hätte nie gedacht, dass die demokratische Partei so einen engstirnigen Computer verwendet", zeigte sich der betont linke Mitbewerber Bernie Sanders zerknirscht.

Auch die Republikaner hatten die App getestet. Als die Maschine allerdings große Probleme hatte, einen "deutschstämmigen, Burger essenden, twittersüchtigen, covfefe Vietnam-Verweigerer und Reality-Show-Mann" als Wahlsieger zu akzeptieren, wurde die Kooperation mit einer russischen Softwareschmiede sofort beendet.