Wird Trump das gesamte Burgenland vergolden lassen? (Hotelfoto: FlickR-License cc-by-2.0)

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Schlag-Zeilen
08/22/2019

Nach Grönland-Debakel: Trump will jetzt Burgenland kaufen

US-Präsident lässt sich von der Absage Dänemarks nicht beirren und sucht nach einem anderen Land mit geheimen Bodenschätzen.

von Peter Temel

Der US-Präsident zeigt sich wieder einmal trotzig. "Die dänische Ministerpräsidentin findet meine großartige Idee, Grönland zu kaufen, absurd? Ich werde ihr zeigen, was absurd ist", schrieb Donald Trump auf Twitter.

Der gelernte Immobilien-Tycoon will seine Monopoly-Methoden nicht aufgeben und sich nun ein anderes Land einverleiben. Es ist ungefähr 546 Mal kleiner als Grönland, hat aber fünf Mal mehr Einwohner. Das Burgenland.

Bei einem Termin im Weißen Haus bekräftigt Trump seine Pläne. Schon als Little Donald habe er sich beim DKT-Spielen immer gefragt: "Warum braucht man nur zwei Straßen kaufen, um Eisenstadt zu besitzen, während die anderen Städte drei Straßen haben, die noch dazu viel teurer sind?!"

Sicherheitsberater Bolton sekundiert: "Die Lage zwischen Gramatneusiedl und Szombathely ist geostrategisch von großer Bedeutung für uns. Wenn unsere Flugzeugträger im Neusiedler See ankern, sind unsere Jets viel schneller über dem Iran als von Grönland aus."

Keine Golfkrise

Trump gerät ins Schwärmen: "Das Land ist total flach, hier kann man jede Menge großartiger Golfplätze bauen! Und in einem Ort namens Parndorf hab ich ein Shopping Center gesehen, das ich nicht schöner planen hätte können. Great!"

 

"Und erst die Bodenschätze", sagt Bolton. "Genau, die Bodenschätze", sagt Trump. "Sie haben heißes Wasser aus der Erde. Das verkaufen wir in alle Welt, niemand muss mehr sein Wasser aufheizen. Löst jede Klimakrise!"

Bolton: "Außerdem stellt man dort 100% biologische Kampfstoffe her, die Einheimischen nennen es 'Uhudler'."

Die österreichische Übergangsregierung reagiert zunächst reserviert auf das Offert. Mindestbedingung sei ein Abtausch mit der Burgenland-Exklave Chicago.