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Schlag-Zeilen
08/25/2019

Nach Kontrollverlust: HC Strache erhält bei Felix Baumgartner Facebook-Asyl

Nachdem der Ex-FPÖ-Chef zurückgepfiffen wurde, gewährt ihm der Stratosphärenhüpfer auf seiner Facebookseite Narrenfreiheit. Für ein Kunstprojekt.

von Peter Temel, Christine Karner

Das unkontrollierte Trudeln HC Straches im Cyberspace fand diese Woche ein abruptes Ende. Die FPÖ übernahm die Hoheit über die offizielle Facebookseite ihres früheren Chefs, Strache ist bloß noch einfacher "Redakteur".

Der Ex-Vizekanzler auf einer Ebene mit "den größten Huren auf dem Planeten" (wie er im Ibiza-Video über Journalisten sagte)? Diesem Treiben kann Stratosphärenhüpfer Felix Baumgartner nicht länger zusehen. "Jetzt kommt Hilfe für meinen 'Red Bull Brother from Austria'. :)", erklärt Baumgartner auf seiner Facebookseite. Ebendort will er nun für eine Weile das Feld räumen und Strache unkontrolliert im freien Fall posten lassen. "Weil's wurscht ist", schreibt Baumgartner, der es schon langweilig fand, "seit Ibiza nur noch harmlose Motivationssprüche auf Englisch zu posten". 

Kunstprojekt

Der Plan: Strache soll als Artist in Residence agieren, der wie in einem modernen Diogenes-Fass in der originalen Stratos-Kapsel Platz nehmen und posten wird. Für die vom neuen Privatsender Servas HC! live übertragenen STRACHOS-Performances werde man "klarerweise um Kulturförderung ansuchen".

Und was sagt Strache selbst? Dieser zeigt sich gegenüber KURIER mit Schlag zunächst zerknirscht: "Dass ich nicht mehr selbst posten kann, ist eine patscherte Gschicht: Seit der Hausdurchsuchung hab ich ja kein Handy mehr. Auf dem war aber mein Passwort gespeichert." Umso mehr freue es ihn nun, "dass Felix mir sein Handy, sein Passwort und seinen Facebook-Account zur Verfügung stellt."

Dass Strache nun statt seinen knapp 800.000 Fans sogar mehr als 1,3 Millionen Leute ansprechen könnte ("Ein großer Sprung für mich!"), lässt bei der wahlkämpfenden FPÖ indes die Alarmglocken schrillen. Norbert Hofer zeigt sich in einer Videobotschaft völlig entgeistert: "Ich habe es ja schon im ORF-Sommergespräch gesagt: Ich fürchte die Typen mit den Nerdbrillen!"