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Schlag-Zeilen
10/27/2019

Neues Image: FPÖ schützt Minderheiten wie Politikerinnen und Blauwähler

Forderung nach Artenschutz für bedrohte Spezies "FPÖ-Wähler"

von Birgit Braunrath, Christine Karner

Alt-Vizekanzler Strache wirft seinen Ex-Parteifreunden Kickl/Hofer vor, Frauen zu benachteiligen. „Auf dem Rücken“ seiner „jungen, idealistischen“ Ehefrau werde „der Konflikt“ mit ihm, Strache, „gesucht“. An sich muss man den Konflikt gar nicht „suchen“, er wird gut sichtbar ausgetragen. Was sich auch darin niederschlug, dass die FPÖ bei der Nationalratswahl mehr als ein Drittel ihrer Wählerinnen und Wähler verlor.

Da will das Powercouple Kickl/Hofer jetzt gegensteuern und verkündet vor der Steiermarkwahl, dass die FPÖ einen neuen Kurs einschlage und sich nun für Minderheiten stark mache. Und zwar erstens: für FPÖ-Anhänger. Man will sich dafür einsetzen, dass die Spezies des Blauwählers, dessen Bestand rapide im Abnehmen begriffen sei, in die Liste der bedrohten Arten aufgenommen werde.

Und zweitens: für Frauen in der Politik. Ein erster Schritt sei die Bestellung von drei Frauen als Stellvertreterinnen für Klubobmann und und Parteiobmann. „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau, hinter jedem von uns stehen sogar eineinhalb Frauen. Da stehen sie gut, denn da sieht man sie nicht", erklärten Kickl und Hofer. Nachsatz:  „Wir können sie aber jederzeit vor den Vorhang holen, wenn man uns vorwirft, wir würden Frauen benachteiligen. Außerdem erledigen sie die Arbeit, während wir unsere Hahnenkämpfe mit dem Ex-Gockel austragen.“