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Schlag-Zeilen
11/01/2019

Halloween-Witzbolde bescheren Strache und VdB Anzeigenflut

Rauchverbot in der Gastronomie wurde in der ersten Nacht rigoros durchgesetzt. Ex-FPÖ-Chef 623 Mal gestraft.

Zur Geisterstunde schlugen Raucherjäger in den Wiener Lokalen erstmals zu. Eine erste Bilanz von Polizei und Marktamt zum brandneuen Rauchverbot zeigt, dass allein in der Halloween-Nacht 624 Anzeigen auf die Namen Heinz-Christian Strache und Alexander Van der Bellen ausgestellt wurden.

Strache bestätigt, dass 623 Zettel á 1000 Euro bei ihm ins Haus geflattert sind. Die Höchststrafen wurden aufgrund der zahlreichen Wiederholungsfälle verhängt. Strache: "Ja, ich gebe zu, in fünf Lokalen wurde ich tatsächlich von Kontrolloren erwischt, der Rest dürfte allerdings auf die HC-Masken-Aktion einer Tageszeitung zurückzuführen zu sein." Der Neo-Consulter gibt sich bitter enttäuscht: "Diese Zeitung hätt' ich vielleicht wirklich an Oligarchinnen verscherbeln sollen ..."

Während der gruselige Marketing-Gag für Strache zu einem weiteren finanziellen Fiasko wird, zeigt sich Masken-Herausgeber Wolfgang Fellner gewohnt euphorisch über seinen "Sensations-Erfolg". Er habe sich nichts vorzuwerfen, außer: "I hätt' a no a VdB-Mask'n aufs Cover hauen sollen."

Unerkannt bei historischem Ereignis

Weil das aber nicht geschah, kam der Bundespräsident mit einem einzigen Strafbescheid davon. Van der Bellen hatte sich selbst eine Van-der-Bellen-Maske gebastelt, um unerkannt dem historischen Ereignis einer zumindest nach dem Gesetz rauchfreien Gastronomie beiwohnen zu können. Sein Kommentar: "Die Schönheit unserer Verfassung schützt mich nicht vor dieser Strafe. Aber ich zahl' sie gern."

Derweil droht dem Staatsoberhaupt in seinem Arbeitsumfeld tatsächlich rauchfreies Ungemach. Die Mitarbeiter der Präsidentschaftskanzlei wollen nun um eine Kaffeehauskonzession ansuchen, um aus den Repräsentationsräumen einen Gastronomiebetrieb zu machen.