© Franz Gruber, iStock, KURIER-Montage

Schlag-Zeilen
02/19/2020

Reales Vorbild für Tränen-Lach-Emoji in Wiener U-Bahn aufgetaucht

Lachbald Freudenwassers Fähigkeiten wurde vor zehn Jahren per Zufall entdeckt. Dann verbarg er seinen Lacher allerdings vor der Öffentlichkeit.

"Ich bin halt ein humoriger Mensch", sagt Lachbald Freudenwasser (57). Vor wenigen Tagen musste er zugeben, dass er das Vorbild für das weltberühmte Freudentränen-Emoji ist. Ein plötzlicher tränenreicher Lachkrampf in der Wiener U-Bahn hatte ihn verraten.

Lachbald Freudenwassers spezielles Talent ist 2010 bei einem Public Viewing in Wien entdeckt worden. Beim 7:0-Sieg Portugals über Nordkorea bei der Fußball-WM in Südafrika konnte er sich irgendwann nicht mehr halten. Ein Vertreter des Unicode-Konsortiums, das gerade nach den ersten Emojis suchte, beobachtete den ungewöhnlichen Lachtränenausbruch des Wieners und meinte: "Sie sind unser Mann!"

Im Oktober 2010 kam dann die erste Emoji-Liste heraus. Mit dem Signature-Lacher von Lachbald Freudenwasser. Der Rest ist Geschichte. 2015 wurde das Freudentränen-Emoji vom Oxford Dictionary als erstes Emoji zum "Wort des Jahres" erkoren. Die ganze Welt wollte plötzlich wissen, wer den Lacherfolg begründet hatte.

Doch Lachbald Freudenwasser entschied sich an diesem Punkt auszusteigen. Er fand das, was aus dem Tränenlach-Emoji geworden ist, nicht mehr lustig. "Alle benutzten es", sagt der diplomierte Humorist. "Keiner dachte mehr darüber nach, ob es wirklich angemessen ist. Würden die Leute es ernst meinen, müssten überall auf der Welt prustende Leute auf dem Boden herumrollen."

Unachtsamer Moment

Lachbald Freudenwasser verbat sich seitdem jede Freudenträne in der Öffentlichkeit. Erst diesen Montag platzte es in einem Moment der Unachtsamkeit wieder aus ihm heraus. In der U6 wagte er einen verstohlenen Blick auf das Smartphone eines Sitznachbarn. Und ausgerechnet ein aktuelles Facebook-Foto eines Bald-Wieder-Politikers sorgte dannn für dicke Tränen ...

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