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Schlag-Zeilen
04/27/2019

Regierung: Harald Mahrer soll auch noch "Staatsziel" werden

Nächster Karriereschritt: Der Mann der vielen Funktionen soll nun auch in der Bundesverfassung verankert werden.

Harald Mahrer soll als Staatszielbestimmung in der Bundesverfassung verankert werden. Auf dieses Vorhaben einigten sich die Koalitionspartner dem Vernehmen nach. Die "Mahrerhaftigkeit" solle dabei als das durch die Republik zu Erreichende definiert werden.

Hintergrund: Türkis-Blau wollte eigentlich das Thema "Wirtschaft" als Staatsziel verankern, dafür fand man bis jetzt aber keine Zwei-Drittel-Mehrheit. Nun will man die SPÖ mit der Mahrer-Idee ins Boot holen.

In einem Anflug rot-schwarzer-Nostalgie soll Rot dafür im Abtausch einen der Posten Mahrers erhalten. Das gelte aber nicht für Wirtschaftskammer, WirtschaftsbundSVA, Wifo, Nationalbank, die Politische Akademie der ÖVPMahrers Firma oder für die Sporthilfe.

Haben könne die SPÖ hingegen Mahrers Ehrenvorsitze im Millstätter Narrenparlament, im Wiener Star-Wars-Club, im Harald-Mahrer-Fanklub sowie eine seiner 23 Jagdkarten.

Innerhalb der SPÖ mehren sich positive Stimmen. "In der derzeitigen Situation der Partei nimmt man, was man kriegen kann", sagt jemand hinter vorgehaltener Hand.

Bei den Neos schäumt man: "Die Mahrerhaftigkeit im Land sollte eher gesenkt werden - genauso übrigens wie die Lohnnebenkosten!"

Mahrerfülle

Verfassungsrechtler melden bereits Bedenken an. "Die jetzt schon bestehende Ämtervermahrung in Kombination mit der Definition Mahrers als Staatsziel könnte zu einer unumschränkten Mahrerfülle führen", sagt Topjurist Leo Töllinger.

Bei Türkis versteht man die Aufregung überhaupt nicht. Aus der ÖVP-Zentrale heißt es: "Geht es dem Harald Mahrer gut, geht es der Wirtschaft gut, und geht es der Wirtschaft gut, geht es der neuen Volkspartei gut, und geht es der neuen Volkspartei gut, geht es Harald Mahrer gut, und geht es Harald ..."