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Schlag-Zeilen
10/25/2019

Strache gründet "Frauen-Partei Österreichs"

Es wird einfach nix mit dem Ausstieg von Heinz-Christian Strache aus der Politik.

von Peter Temel, Christine Karner

 

Nachdem er der FPÖ frauenfeindliches Verhalten gegenüber seiner Frau Philippa vorgeworfen hat, gründet Heinz-Christian Strache nun seine eigene FPÖ: Die "Frauen-Partei Österreichs".

"Hier stehe ich nun und kann nicht anders", sagte Ex-FPÖ-Chef Strache bei der heutigen Pressekonferenz. Mit der Neugründung wolle er vor allem jene Frauen unterstützen, die Vollzeit arbeiten gehen müssen, um ihren Männern ein Einkommen zu sichern.

Er trete auch "gegen die Jeannées dieser Welt" und "typisch alkoholbedingtes Machogehabe" an, sagte Strache. "Meine Frau muss nicht vor der Löwengrube Politik beschützt werden, wie dieser Lohnpostler gestern hinausposaunt hat. Haben Sie gesehen, wie selbstbewusst meine Philippa im Parlament ihren Kaugummi kaut und allen Interviewanfragen und Abstimmungen trotzt?!“

Für seine FPÖ sieht er ein Potenzial von 51,55 Prozent, also den Frauenanteil an den Wahlberechtigten. Um die Partei gründen zu können, forderte Strache seinen "sofortigen Ausschluss aus der alten FPÖ".

FPK und BZÖ

Eine gewisse Namensähnlichkeit sehe er nicht als Problem. Die "alte FPÖ" werde ohnehin bald zwei neue Namen bekommen: Er schlage FPK (Freiheitliche Partei Kickls) und BZÖ (Burgenländische Zartheit Österreichs) vor.

Auch eine erste Kandidatenliste präsentierte der Neo-Parteichef. Neben ihm selbst und Philippa wird es ein Wiedersehen mit Robert "Er unterstützt jede neue Partei" Lugar geben. Weiters mit Marcus "Der Arzt, den die Frauen verhauen" Franz, und, als besonderen Personalcoup, mit Herbert "Ja, ich war einmal Frauenminister" Haupt.

"Jetzt werden die Blauen natürlich sagen: 'Philippa ist eine Quotenfrau'", sagt Strache. "Aber unser Frauenanteil beträgt immerhin 20 Prozent! Das muss meine Altpartei mit 16,7 Prozent Frauen im Parlament erst einmal schaffen.“