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Schlag-Zeilen
09/20/2019

Strache von Hofer niederderclincht

Falls das nichts nützt, kommt Kickls rechter Haken zum Einsatz.

von Birgit Braunrath

Harte Bandagen Donnerstagabend im Prater beim FPÖ-Oktoberfest: Norbert Hofer unternahm den Versuch, H. C. Strache niederzuclinchen. Hofer, der im Präsidentschaftswahlkampf zahlreiche Kuschelkurse belegt hatte, tarnte den Angriff auf seinen Vorgänger als liebevollen Kuschelvorgang.

Wehrsport statt Wehrspott

Im Hintergrund lauert jedoch bereits sein Sekundant Herbert Kickl: Sollte Strache bis Freitagabend nicht "niederderclincht" und aus allen FPÖ-Veranstaltungen verschwunden sein, wird ihm Herbert Kickl mit "einem rechten Haken den Kopf geraderichten". Denn der (oder das?) "patriotische Doppelpack", wie Kickl sich selbst und Hofer liebevoll nennt, verlegt sich jetzt von Wehrspott ("Jeder ist verzichtbar" – Hofer) auf Wehrsport ("Die, die du, lieber Norbert, nicht niederderclinchst, die kriegen von mir einen rechten Haken" – Kickl).

Strache dazu kämpferisch: "Ich lasse mich nicht auf eine Insel namens Ibiza verbannen. Auch Napoleon hat sich einst nicht auf einer Insel namens Elba festhalten lassen." Das Doppelpack sucht jetzt nach einer freien Insel im Atlantik.