Mit verlängerten Selfie-Sticks soll das Auslesen der Parkpickerl ermöglicht werden.
 

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Schlag-Zeilen
05/06/2019

Testbetrieb gestartet: Berittene Parksheriffs kommen

Der Magistrat will demnächst in Wien Kontrollorpferde einsetzen. Die Tiere sollen den Weißkapplern mehr Respekt verschaffen.

Übergriffe auf Parksheriffs sind an der Tagesordnung. Vergangene Woche wurde ein Parkwächter sogar dazu gezwungen, einen von ihm selbst ausgestellten Parkzettel zu verspeisen. "Den Falschparkern gehen wirklich die Gäule durch. Wir haben es satt, den ganzen Frust abzubekommen", sagt ein Magistratsvertreter der unbeliebten Branche. Die Wiener Parkwächter lobbyieren daher derzeit intensiv für Kontrollorpferde, die den Weißkapplern mehr Respekt verschaffen sollen.

Asyl für Orbáns Pferde

Bei den Grünen trifft man auf überraschend offene Ohren. Demnächst gibt Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou ihren Posten ab. Die "Neue", Birgit Hebein, könnte einen Paukenschlag wie berittene Parksheriffs dringend benötigen.

Tierschutzbedenken werden weggewischt. Mit folgendem Argument: Durch den Einsatz der Tiere in der Parkraumüberwachung würde die Produktion von Pferdeleberkäse deutlich gedrosselt. Außerdem würde man jene ungarischen Pferde, die für Kickls berittene Polizei zu wenig stramm waren, zurückholen und ihnen so eine aktive aber nicht zu stressige Beschäftigung gönnen.

Größenproblem

Ein Problem müsste allerdings noch gelöst werden. Durch die Größe der Pferde wird die elektronische Kontrolle deutlich erschwert. Erste Tests mit verlängerten Selfie-Sticks verliefen nicht zufriedenstellend. In den nächsten Wochen wird daher der Betrieb mit Shetland-Ponys evaluiert.