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Schlag-Zeilen
07/05/2019

Time-out-Klassen für wütende Abgeordnete: Sobotka erster Kandidat

Nach einem Wutausbruch im Parlament nahm Nationalratspräsident Sobotka den Abgeordneten Sobotka zur Seite. Der bekam daraufhin einen Tobsuchtsanfall.

von Birgit Braunrath, Christine Karner

Ab Herbst soll es parlamentarische „Unterausschlüsse“, sogenannte Time-out-Klassen, für wilde Abgeordnete geben (wild im Sinn von verbal um sich schlagend und auf den Tisch hauend, nicht im Sinn von fraktionslos). Als ersten Kandidaten für eine Time-out-Klasse hat Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka den Abgeordneten Wolfgang Sobotka im Auge.

Nach einem Wutausbruch des Abgeordneten in der Nationalratssitzung vom Mittwoch, nahm Sobotka Sobotka zur Seite, um ihm unter zwei Augen klar zu machen, dass ein derartiges Benehmen dem Ansehen des Hohen Hauses schade. Der Besuch einer neu zu schaffenden parlamentarischen Time-out-Klasse werde zur Deeskalation beitragen und die Frustrationstoleranz des Abgeordneten heben.

Nationalratspräsident Sobotka: „Ziel muss es sein, anders mit Aggressionen umgehen zu lernen.“ Der Abgeordnete Sobotka bekam daraufhin einen Tobsuchtsanfall und erklärte dem Präsidenten, dass er seine Wut sicher nicht runterschlucken werde, denn das hebe nicht die Frustrationstoleranz, sondern maximal seinen Blutdruck. Die Bildungsdirektion Wien sucht derzeit nach geeignetem pädagogischem Personal, das derartig schwierigen Fällen gewachsen ist.