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Schlag-Zeilen
08/19/2019

Türkis nennt FPÖ-Verbot als Bedingung für Koalition mit FPÖ

Verwirrung pur herrscht vor Beginn der Wahlkampf-Intensivphase. Die Koalitionsbedingungen überschlagen sich.

von Peter Temel, Christine Karner

Die ÖVP sagt wieder einmal "genug ist genug" und fordert nun nicht nur ein Verbot eines Innenministers Kickl, ein Verbot der Identitären, sondern auch noch ein Verbot der FPÖ, wie KURIER mit Schlag erfuhr. Erteilen die Freiheitlichen dem keine Zustimmung, wolle man nicht mit der FPÖ koalieren.

Nach einer kurzen Schrecksekunde verschickte Harald Vilimsky eine Aussendung: "Wie zur Hölle will die ÖVP ihre Verbotsfantasien umsetzen? Eine Koalition mit einer verbotenen FPÖ?!" Norbert Hofer kommentierte: "Ich will das nicht glauben. So gemein kann nicht einmal die ÖVP sein." Herbert Kickl regte einen "Alkotest für Machtbesoffenheit" an.

Bei der ÖVP ist August Wöginger um Beruhigung bemüht: "Zunächst ist einmal der Wähler am Wort. Dann wird gezählt, dann wird - weil wir in Österreich sind - wahrscheinlich die Wahl wiederholt, dann wird noch einmal gezählt. Und erst, wenn wir dann noch immer nicht die absolute Mehrheit haben, werden wir die FPÖ bitten müssen, einem FPÖ-Verbot zuzustimmen."

Dies sei "absolut notwendig, weil die FPÖ schließlich existiert hat, als das Ibiza-Video gedreht worden ist. Die Partei würde daher – wie schon bei ihrem Historikerbericht – einer echten Aufklärung im Wege stehen."

Nachfrage von KURIER mit Schlag: "Aber die ÖVP hat doch ebenfalls existiert, als das Ibiza-Video gedreht worden ist?"

Antwort: "Wer die Volkspartei und Ibiza in einem Satz erwähnt, wird geklagt!"