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Schlag-Zeilen
02/27/2020

Userin verkündet Social-Media-Verzicht – ihr Posting ging viral

Seit eine Wienerin bekanntgab, soziale Netzwerke 40 Tage zu meiden, war sie keine Minute mehr offline.

von Birgit Braunrath, Christine Karner

Verzicht ist das das neue Völlern. Fastenhungrige können nicht genug kriegen: Autofasten, Handyfasten, Plastikfasten, Raunzfasten, Meinungsfasten … Jetzt soll sogar „Fastenfasten“ ein Trend sein, dabei verzichtet man 40 Tage auf jede Form des Fastens. Dem Vernehmen nach hat das aber bisher keiner der Trendsetter länger als zwei Tage durchgehalten.

Besonderen Fastenehrgeiz bewies eine Wienerin, die ihren fünf Facebook-Freunden und siebeneinhalb Instagram-Followern mitteilte, dass sie sich in eine 40-tägige Social-Media-Pause verabschiede. Der Post ging viral. Er wurde seit Aschermittwoch, 00.00 Uhr, mehrere Millionen Mal geteilt und löste einen weltweiten Trend aus. In zahllosen Messenger-Gruppenchats werden die gesundheitlichen Vorteile der Social-Media-Abstinenz besprochen. Der Hashtag #socialmediafasten wurde so oft verwendet, dass Instagram für mehrere Stunden lahmgelegt war.

Die Wienerin, die den Fastentrend auslöste, ist seit Aschermittwoch ununterbrochen online und hat inzwischen mehrere Millionen Follower auf der ganzen Welt. Sie arbeitet am Aufbau eines eigenen neuen Social-Media-Kanals für Social-Media-Verweigerer. Auf die Frage eines Journalisten, wie sie die Dauerpräsenz in sozialen Netzwerken mit ihrem Fastengedanken vereinbare, antwortete die Frau: „Ganz einfach. Haben Sie noch nie was von Fastenbrechen gehört?“