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Schlag-Zeilen
12/06/2019

VdB brachte Eisbärenjunges nach Schönbrunn zurück

Es war kein Plüschbär, was der Bundespräsident neulich bei der Klimakonferenz in Madrid mit sich führte.

von Peter Temel, Christine Karner

"Wer ist der Mann da im Eisbärengehege, Mami?"

"Das ist unser Herr Bundespräsident, Leonie."

"Was macht der da?"

"Ich weiß es nicht. Aber es sieht gefährlich aus. Mach das nicht nach, Leonie."

Derweil im Gehege: 

"Ladies and Gentlemen, das ist ein Eisbär. Ich bringe ihn hiermit an seinen Geburtsort zurück."

***

Für Erstaunen sorgte diese Szene neulich in Schönbrunn. Und plötzlich war klar, dass es kein Plüschbär war, was Bundespräsident Van der Bellen neulich bei der Klimakonferenz in Madrid der Weltöffentlichkeit präsentierte.

Dem Eisbärenjungen sei absolut nichts passiert, heißt es aus der Hofburg. Man habe lediglich eine leichte, nikotinbedingte Gelbfärbung aus dem vormals weißen Fell entfernen müssen.

Empörte Tiergartenbesucher skandierten dennoch:

"Handelt unser Van der Bellen
im Zweitberuf mit Pandafellen?!"

Bei den Schönbrunner Eisbären erfreut sich der Bundespräsident hingegen großer Beliebtheit. Mama Eisbär hat ihr Kleines gern für den medienwirksamen Madrid-Auftritt zur Verfügung gestellt.

Mittlerweile ist das empfindliche Jungtier wieder in seine Wurfbox zurückgekehrt. Die Videoübertragungen, die in den letzten Tagen bereits schmerzlich vermisst wurden, werden auf Bitte des Bundespräsidenten nicht wieder aufgenommen. Man müsse Strom sparen, weil ansonsten ein Eisbärensterben in der Arktis zu befürchten sei.