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Schlag-Zeilen
02/07/2020

Verschollenes "Goldenes Klo" in Ex-Vizekanzleramt aufgetaucht

Fast 100.000 Euro kostete die Sanierung der Toiletten in Straches Sportministerium am Minoritenplatz. Rätselhafte Summe nun geklärt.

96.570,02 Euro kostete die "Sanierung der Sanitäranlagen" im Vizekanzleramt unter H.C. Strache. Das ergab eine aktuelle parlamentarische Anfrage zu dessen Ministerspesen.

Beantwortet wurde die Anfrage vom jetzigen Vizekanzler Werner Kogler. Was daran 96.570,02 Euro gekostet haben soll, konnte Kogler nicht eruieren. Er residiert in einem anderen Gebäude.

Kontrollgang

Nun ist Integrationsministerin Susanne Raab in Straches Ex-Büro eingezogen. Auf einem Kontrollgang durch die Räumlichkeiten, bei dem überprüft wurde, ob auch in jedem Raum ein Kreuz hängt, machte die Ministerin dann eine folgenschwere Entdeckung: "In der Toilette hängt kein Kreuz!"

Ein Mitarbeiter Raabs sagte dann: "Sie haben recht, Frau Minister, aber was mir gerade auffällt: Die Toilette ist aus purem Gold!!"

Kunstwerk

Eine Google-Recherche ergab, dass es sich um jenes berühmte Toiletten-Kunstwerk "America" handeln könnte, das 2019 aus einem britischen Palast verschwunden ist.

Wir konnten Strache, der gerade beim Skifahren in Osttirol über einen Goldbarren gestürzt ist, an seinem goldenen Mobiltelefon erreichen:

"Was soll ich sagen? Mir wurde das Kunstwerk zusammen mit einem Amateur-Video um 300.000 Euro angeboten. Ich dachte, wozu brauch ich so ein billig gemachtes Video von einer spanischen Ferieninsel? Aber die Toilette fand' ich witzig! Die hätte auch der Trump gerne gehabt, höhö ..."

Ob die Toilette Teil der "korrekten Gold-Veranlagung" für die FPÖ Wien war?

"Im Gegensatz zu den genialen Goldbarren war das leider ein Minusgeschäft für die Partei. Ich musste ja im vergangenen Mai ziemlich überstürzt ausziehen."

Sicherheitskonzept

In den Monaten danach wurde mehrmals ein unbekannter "Installateur Mario" mit falschem Schnauzbart gesehen, der sich Zutritt zum Ministerium verschaffen wollte.

Der Mann scheiterte aber am neuen "Sicherheitskonzept", das unter Strache umgesetzt worden ist. Die 287.284,59 Euro für Überwachungskameras und anderen Schnickschnack dürften also sinnvoll angelegt gewesen sein.