"KURIER mit Schlag" hat auch eine Überklebung anzubieten

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Schlagende Argumente
07/23/2019

Freundschaftsdienst: So hätte KmS die "Mampfiosi"-Plakate überklebt

Matteo Salvini konnte nicht über "echte Mampfiosi" bei McDonald's lachen. Das findet KURIER mit Schlag gar nicht witzig.

Sehr geehrter Matteo Salvini,

wir hätten es ja noch verstanden, wenn Sie sich nur über das Wortspiel "Für echte Mampfiosi" beschwert hätten, handelt es sich bei Mafiosi doch um berühmtes italienisches (Pop-)Kulturgut in Film, Buch und Fernsehen. Aber der Vorwurf, ein Ableger des weltgrößten Burgerbraters hätte hier sämtliche Italiener als Teil von mafiosen Organisationen beleidigt, riecht schon etwas streng nach, sagen wir’s so: Aufmerksamkeitspolitik eines H.C. Strache.

Demgemäß wäre Ihnen als Verbreitungsgebiet und Reibebaum für Ihre Empörung wahrscheinlich Angela Merkels "Germania", wie Sie auf Twitter schrieben, gerade recht gewesen. Dass es dann nur "Austria" war, schien Sie enttäuscht zu haben. Kein Wort mehr von Ihnen über die Mampfiosi-Affäre.

Dabei entschuldigte sich der österreichische Burgerbrater mittlerweile so nett bei allen Italienern und überklebte das Plakat fast umgehend mit "Für echte Amici." Dieser Freundschaftsdienst zahlt sich garantiert auch für Italiens neue Fast-Food-Freunde aus, während Sie längst wieder auf anderen Schauplätzen Ihre Vorstellung von "Stolz und Würde" verbreiten.

P.S.: Dass der sich offiziell entschuldigende McDonald's-Marketing-Chef im Nachnamen Pizzera heißt, ist kein "gioco di parole". Unser KURIERmitSchlag-Kolumnist Paul heißt auch so. Kein Scherzo.

Aber einen haben wir uns schon noch erlaubt: