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Schlagende Argumente
06/12/2019

Zu Ende gedacht: Was wurde aus den Regierungs-Denkern?

Nach Straches "Denkwerk" fällt auch Kurz' "Think Austria" in Gedankenleere. KURIER mit Schlag hat die Hintergründe.

"Denkwerk Zukunftsreich": Die HC-Denkfabrik musste bereits nach dem Vizekanzler-Abgang infolge des Ibiza-Traumas das Denken einstellen. Im Gedächtnis bleibt eine denkwürdige Pressekonferenz, ein einziger Denker (vulgo „Das Hirn“), eine einzige Veranstaltung (Thema: "Islamischer Antisemitismus"), und: eine Namensänderung aus markenrechtlichen Gründen. Es wurde dann zwar nicht "Denkzukunft Reichswerk“, aber auch nicht wesentlich besser.

Dem Vernehmen nach soll sich der weiterhin einköpfige Think Tank nun in den Raum Klosterneuburg zurückgezogen haben und dort an zukunftsweisenden Facebook-Postings arbeiten.

"Think Austria": Der Gedankentank des Kurz-Kanzlers verzeichnete immerhin fünf Denkerleins und überaus prominente, ehrenamtliche Vor-, Mit- und Nachdenker. "Think Austria" wurde ein bisschen länger von der Öffentlichkeit nicht bemerkt. Mit der Aufnahme der Bierleinschen Regierungsgeschäfte wurde aber auch dort ein besonders langer Gedankenstrich gezogen. Gerüchteweise lag es auch daran, dass nach der parlamentarischen Abwahl des Spiritus rector die beiden wichtigsten Themenstellungen komplett abgearbeitet waren:

Thema "Neue Identität" – Altkanzler; Thema "Neue Wege" – kurzerhand wurde bereits die lange Wahlkampf-Tour durch Österreich gestartet.